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Gesellschaft für internationale Kulturprojekte e.V.

Wien
4.04.06 09:02
Wien – mehr als Sissi, Sachertorte und Riesenrad

By ZSUZSANNA KIRÁLY

Zuviel Kitsch und Klischees meinen die Einheimischen, den Touristen gefällts – und uns ja insgeheim auch irgendwie. Japaner, Amerikaner, Italiener und Spanier kommen ja nicht umsonst in Massen zu allen Jahreszeiten herbeigeströmt um sich am Anblick prunkvoller Hausfassaden die Nacken zu verrenken, im Schloss Schönbrunn auf den Spuren von Sissi spazieren zu gehen zu wandeln und im Hotel Sacher auf eine sündhaft teure Wiener Mehlspeise einzukehren.



Wien im Frühling, im Vordergrund Installation zum Gedenkjahr des Staatsvertrages 2005



Schloss Schönbrunn im Winter

Schon zu meinen Schulzeiten, weit entfernt von der Hauptstadt, schweifte mein sehnsüchtiger Blick über die Alpen in den Osten Österreichs – nach Wien. Wann könnte ich endlich in dieser Stadt leben?

Inzwischen habe ich immer noch nicht genug von den verwinkelten Gassen der Innenstadtbezirke, bei denen ich den Ehrgeiz besitze alle kennen und entlang marschiert sein zu wollen. Ganz zu schweigen von den historischen und modernen Museen, den Theaterbühnen und Musikclubs, die den Hunger nach abwechslungsreichen Kulturveranstaltungen allemal stillen.
Typisch wienerisch und fixer Bestandteil der Alltagskultur sind die altwienerischen Kaffees, wo man immer noch von Kellnern mit Frack bedient wird. Gewöhnungsbedürftig jedoch sind die orkanähnlichen Windstösse, die jedes Haarstyling in der Früh unnötig machen. Unvorstellbar ist die Stadt ohne die kunterbunte Mischung von Menschen aus Osteuropa, Deutschland, Amerika und vielen anderen Ländern.
Nach wie vor ein Genuss sind die Spaziergänge vorbei an den imposanten Bauten der Ringstrasse, durch die begrünten Großstadtoasen, die die magischen Anziehungspunkte der WienerInnen bilden.
Schon gar nicht genug kriegt man von der herrlich blumigen Frühlingsluft und der drückenden aber ungemein belebenden Wärme des Sommers, die alle auf die Straßen treiben und der Stadt die spürbare Frische und Energie geben.
Süchtig machen die vielen Abende unter freiem Himmel beim Heuriger, im Schanigarten oder im Museumsquartier beim gemütlichen Plausch mit Freunden und einem weißen Spritzer.
Unentbehrlich sind die Würstlstandln, wo ein Hot Dog mit Käsekrainer die ersten Schäden einer durchzechten Nacht bereinigen hilft.
Ebenso einmalig ist der eigenartig-einzigartige Charme der Wiener - ein ständiges Sudern und Raunzen (österreichisch für nörgeln, jammern) gepaart mit altmodischer Galanterie (der Handkuss als Relikt und als männlicher Beweis guter Manieren kann durchaus entzücken und wird hier niemals aussterben), die einen immer wieder schmunzeln lassen.

Nach einer gewissen Zeit schleicht sich erfahrungsgemäß ein gewisser Gewohnheitsfaktor ein und man meint schon alles zu kennen – schwer getäuscht, denn auch wenn Wien etwas konservativ und nicht immer am Puls der Zeit zu sein scheint, hat die Stadt einen Überraschungsfaktor, den man nicht unterschätzen sollte.
Gerade, wenn man denkt alle Orte und Lokale zu kennen, entdeckt man ein anderes Viertel, das eine ganz neue Seite der Stadt enthüllt. In meinem Fall vor kurzem geschehen im 2.Bezirk: Aus dem 1.Bezirk gelangt man über die Marienbrücke in das Karmeliterviertel, dem äußerst belebten jüdischen Viertel. Am besten immer der Nase nach: dann führt der Weg in eine vorzügliche jüdische Bäckerei mit koscheren Süßspeisen und Backwaren. Oder nebenan in den koscheren Supermarkt mit noch mehr unbekannten Speisen. Zwei Ecken weiter befindet sich der Karmelitermarkt. Zwar nicht ganz so belebt wie der bekanntere Naschmarkt, dafür persönlicher und preiswerter. Rundum nette Lokale und besonders ansprechende Wohnhäuser, die sich seit dem Aufleben des Viertels nicht mehr jedermann leisten kann. Ebenfalls in unmittelbarer Nähe ein Restaurant mit dem entzückenden Namen „Schöne Perle“, das mit hervorragendem Essen und einer unschlagbaren Schokoladentorte, die Sachertorte und Apfelstrudel um Längen schlägt, beeindruckt.
Ein paar Strassen weiter liegt der Prater, bekannt für Riesenrad und Achterbahn. Wer nicht unbedingt auf Übelkeit durch übermäßigen Genuss von Zuckerwatte und Schaumrollen oder sich drehenden Gefährten steht, legt sich lieber gleich auf die weitläufigen Wiesen und genießt das Treiben rundherum: Freunde beim Picknick, Familien mit Kind und Kegel, junge Leute mit Stereoanlage, Sportler mit Badmintonschläger und Frisbee, verliebte Pärchen und alle anderen Sonnenanbeter und Genießer.

Wenn man all das kennt und genießen kann und dabei noch nicht von einer anderen Stadt träumt, dann fühlt man sich hier ganz daheim. Außerdem wird es gerade dann spannend, wenn man beim Fortgehen unerwartet Bekannte und Freunde trifft und sich die Freundes- und Arbeitskreise zu schließen beginnen. Nun hat man hat die Stadt erobert und kann loslegen mit seinen Ideen und Plänen.



Links:

Die beste Stadtkarte online: www.wien.gv.at/stadtplan/
Veranstaltungskalender: www.vienna.at
Falter, Stadtzeitung Wien mit Programm: www.falter.at

Museen, Oper, Theater, Tanz, Fotografie:
Kunsthistorisches Museum: www.khm.at
Naturhistorisches Museum: www.nhm-wien.ac.at
Albertina: www.albertina.at
Museumsquartier: www.mqw.at
Kunsthaus Wien: www.kunsthauswien.com
Architekturzentrum Wien: www.azw.at
Kunsthalle: www.kunsthallewien.at
Secession: www.secession.at
Jüdisches Museum Wien: www.jmw.at
Österreichische Galerie Belvedere: www.belvedere.at
Burgtheater: www.burgtheater.at
Übersicht aller Theaterbühnen: www.wien.gv.at/ma53/theater/
Wiener Staatsoper: www.wiener-staatsoper.at
Haus der Musik: www.hdm.at
Tanzquartier Wien: www.tqw.at
WestLicht, Schauplatz für Fotografie: www.westlicht.com

Kinos
Gartenbaukino: www.gartenbaukino.at
Filmcasino: www.filmcasino.at
Künstlerhauskino: www.k-haus.at



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