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Gesellschaft für internationale Kulturprojekte e.V.

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Der Begriff Kulturpessimismus

Magisterarbeit von Martin Schmidt (2007)

Fachbereich Kulturwissenschaften
Note 1,0
Institution/Körperschaft Universität Leipzig
Schlüsselbegriffe Kulturpessimismus, Kulturkritik, Begriffsgeschichte
Datum: 12.08.2008 Downloads: 2541

Der Soziologe und Philosoph Georg Simmel entwickelt in seinem erstmals 1911 erschienenen Essay ”Der Begriff und die Tragödie der Kultur“ eine philosophische Kulturkritik, welche in der inneren Struktur der Kultur ihr eigenes Scheitern begründet sieht. Die Radikalität dieser These und die Rede von einer Tragödie lässt die Vermutung aufkommen, Simmel übe hier nicht nur Kritik, sondern sei vielmehr Kulturpessimist gewesen. Zudem gibt es in der Literatur Hinweise, wonach Kulturpessimismus als ein spezifisch modernes Phänomen angesehen wird. Simmels zeitdiagnostische Arbeiten zu den verschiedensten Aspekten der Moderne verstärken diese Vermutung zusätzlich. Bei etwas näherer Betrachtung fällt jedoch schnell auf, dass eine große Unklarheit herrscht, was unter dem Begriff Kulturpessimismus eigentlich zu verstehen ist. Verschiedene Bedeutungen aus der Alltagssprache mischen sich hier mit Versatzstücken der philosophischen Tradition des metaphysischen Pessimismus und bilden ein ambivalentes Bild des Begriffs. Die Aufgabe dieser Arbeit ist es daher, Klarheit über den Begriff zu erlangen, um in einem zweiten Schritt zur Frage nach einem möglichen Kulturpessimismus Simmels zurückzukehren.

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