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"Ich hatte einen Kindheitstraum: Ich wollte Flieger werden.
Mein Bruder meinte: Das ist Unsinn. Lass uns lieber eine Band gründen!"
Ein Dokumentarfilm über junge Menschen, Musik und Russland.
PREMIERE: 27.02.2006 um 20 Uhr im Jungen Theater, Göttingen
Weitere Aufführungen: 27.5.2006 um 19:45 Uhr in der naTo, Leipzig
Auf der Suche nach alternativen Musikkulturen an Orten, wo man sie nicht vermutet begegnet dieser Film der Band PUDRA in St. Petersburg / Russland. Nicht nur die Musik der fünf Petersburger ist ungewöhnlich, auch in ihrem Leben spiegelt sich die Suche nach einer alternativen Lebensweisen wieder. Momentaufnahmen und tiefere Einblicke in den Alltag verbunden mit Musik bilden ein Kurzportrait dieser jungen Menschen, die sich die Freiheit nehmen, ihre Träume zu leben, obwohl dies in den Wirren der russischen Metropole nicht leicht fällt.
Die DVD ist in unserem Online-Shop für 10 Euro pro Stück erhältlich.

Sie spielen alte Ost-Gitarren, Ost-Verstärker, trinken billigen Portwein für 20 Rubel, klingen angenehm vertraut und doch ungewohnt anders.
PUDRA ist eine junge St. Petersburger Band, die sich von der traditionellen, russischen Art Rockmusik zu gestalten, distanziert und sich vorrangig an westlichen, meist englischen und amerikanischen Indie-Bands orientiert. Also kein multimelodiöser Polkarock, mit dem man noch leicht jeden Club in Moskau oder St. Petersburg voll bekommen würde.
Die Jungs von PUDRA setzen ihre Ansprüche bewusst so hoch sie können, vorbei an allen Möglichkeiten, die sich sonst problemlos ergeben könnten.
Hier geht es nicht um Erfolg, der sich auf Plagiate stützt, sich an Vorhandenem bedient, sondern um die Erfindung einer ganz eigenen Richtung.
»Post-Socialism-Rock« nennen die fünf Petersburger ihren bisher, in einer sechs Millionen Menschen Metropole, allein angetretenen Weg, über den sie den Stress und die Energie, die die post-sozialistische Umbruchphase nach dem Zerfall der Sowjetunion mit sich brachte, versuchen auszudrücken.
Als »aufgeregt, nervös und von einem konstanten Stress angetrieben« beschreibt Kopf und Sänger Alexsej ihre Musik. Vor drei Jahren gründete er mit seinem Bruder Sergej und dem Gitarristen Vasja die Band und lernte kurz darauf eher zufällig den deutschen Bassisten Sebastian und Schlagzeuger Anton kennen. Seitdem spielen sie, so alle, in der besten Band, die sie je hatten.
Sicher ist, es wird schwer Gehör zu finden, somit noch schwerer über die Grenzen des Landes hinaus wahrgenommen zu werden. Der westliche Markt tastet sich bisher noch mit viel Bedacht an die russisch-chaotische Musikindustrie heran.
Doch PUDRA lieben ihr Russland mit allen Absurditäten des Alltags, sie lieben ihre Stadt und sie versuchen der Welt durch ihre Musik ein wenig von diesem Gefühl weiterzugeben. Eine Ausnahmeerscheinung, die jede Aufmerksamkeit verdient, die sie kriegen kann.
PUDRA sind:
Aleksej Jakovlev (voc/git)
Vasja Grishin (git)
Sergej Jakovlev (key)
Anton Vasiliev (dr)
Sebastian Waack (bs)

"Wunderschöne Scheißstadt" - Die Lebenswelt der Petersburger Band PUDRA
(Tobias Prüwer, Leipzig Almanach, 27.5.06)
diggla UNDERCOVER
(Februar 2006)
diggla online
Studio-Interview mit PUDRA auf mephisto 97.6

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